7 Meditationen für Orgel manualiter
Meditation – aus dem lateinischen meditatio, „Nachdenken, Nachsinnen“ – ist in vielen Kulturen eine Lebenshaltung, die den Menschen zu seinem innersten Kern führt. In den großen religiösen Traditionen, auch im Christentum, gilt das unmittelbare Erfahren des Göttlichen als Ziel dieser inneren Reise. Schon die frühen Christen suchten in ihren „geistlichen Übungen“ jene Stille, in der Verstand und Denken zur Ruhe kommen. Die Suche nach diesem einen Urgrund ist die Suche nach dem göttlichen Teil in jedem Menschen, den Christen allgemein als Seele bezeichnen.
Musik kann diesen Weg in den inneren Raum wesentlich unterstützen. Seit Jahrhunderten tragen besonders die schlichten Linien der Gregorianik Menschen in jene Welt des Inneren, in der Klang zu Stille und Erfahrung des Göttlichen führt. Aus diesem Geist heraus entfaltet sich auch die vorliegende Musik.
Die 7 Meditationen für Orgel sind so gestaltet, dass jede Meditation durch ihren eigenen Charakter und ihre eigene Stimmung unterschiedliche „Saiten“ im Inneren des Menschen zum Schwingen bringen kann, ohne den Hörer zu sehr auf die Musik selbst zu lenken. Zugleich war es dem Komponisten wichtig, nicht nur reine Meditationsmusik zu schaffen, sondern Werke von künstlerischer Substanz, frei von Banalität.
Da diese Ausgabe für das Manualiter-Spiel eingerichtet ist, lassen sich alle Stücke auf einmanualigen Instrumenten spielen. Eine Registrierung mit 8′ Grundstimmen genügt. Die Tempowahl orientiert sich an einem ruhigen, gleichmäßigen Puls. Um dem Spieler größtmögliche Freiheit zu lassen und das Notenbild klar zu halten, wurde auf Artikulationsangaben verzichtet; ein gebundenes Spiel (Legato) ist im Allgemeinen angemessen.
Möge diese Musik Momente der Stille, der Sammlung und des inneren Friedens schenken.
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